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Mittwoch, 18.01.2017
Polizei und Diskobetreiber arbeiten gemeinsam gegen die Gewalt an Diskotheken – Osnabrücker Konzept findet regen Zuspruch auch bei Gästen

26.08.2011 | 14:00 Uhr | ID: 1485

Ort: NDS / Osnabrück

"Gewalt bleibt draußen"

Polizei und Diskobetreiber arbeiten gemeinsam gegen die Gewalt an Diskotheken – Osnabrücker Konzept findet regen Zuspruch auch bei Gästen

Wer in einer Osnabrücker Diskothek brutal wird, bekommt ein Hausverbot ausgesprochen, aber nicht nur in der einen Diskothek, sondern gleich in allen 18 Diskos, die sich dem „Osnabrücker Projekt gegen Gewalt“ angeschlossen haben. Zur Zeit haben sich 14 Betreiber von 18 Diskotheken dem Projekt angeschlossen. Es geht vor allem um die brutalen Schläger, die nicht nur Gewalt anwenden, sondern selbst noch auf die Leute eintreten, die am Boden liegen. Diskoschläger bekommen befristete Aufenthaltsverbote, nicht nur für die Diskothek selbst, sondern auch für das nahe Umfeld. So soll auch vermieden werden, dass sich die Schläger auch nur noch in die Nähe der Gaststätten und Diskos bewegen können. Es ist schon ein „scharfes Schwert“, wie uns einer der Betreiber bestätigte. Die Gäste überlegen es sich, ob sie wirklich das Risiko eingehen wollen, 3 oder mehr Monate nicht mehr die Szene in Osnabrück besuchen zu können. Alle hoffen auf mehr Sicherheit nicht zuletzt auch die Gäste. Sie haben das Konzept vor unserer Kamera alle positiv bewertet. Gewaltdelikte sollen ausnahmslos angezeigt werden. Die Initiatoren von „Gewalt bleibt draußen“ versprechen sich einen Rückgang bei den Wiederholungsdelikten. Wir konnten die Polizei bei einem Besuch in den Diskotheken gegleiten. Axel Felix, Ansprechpartner der Polizei für das Projekt und Georg Linke von der Polizeiinspektion Osnabrück zeigten sich erfreut über die gute Zusammenarbeit mit den Dikothekenbetreibern. Es wurden Fahndungsplakate verteilt und aufgehängt, die nach 2 brutalen Schlägern suchen, welche vor kurzen 2 Männer zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt haben. Alle Beteiligten wollen solche Leute nicht mehr in den Diskos und Kneipen haben. Die neue Zusammenarbeit hat die Chance das Ziel, die Osnabrücker Szene sicherer zu machen, zu erreichen.



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