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30.09.2011 | 00:00 Uhr | ID: 1706

Ort: NDS / Vörden / Ortskern / LK Vechta

Diesen Verkehr verkraftet der Ort nicht

"Heute Morgen starb ein Kind in diesem Dorf, es wurde überfahren" - Entsetzen und Trauer bei den Anwohnern - Anwohnerin:"Das hätte doch verhindert werden können"

Nach dem tödlichen Schulwegsunfall vom Donnerstagmorgen sitzt der Schock bei Anwohnern noch tief. Während Freunde und Bekannte der Familie des 10 jährigen Kerzen und Blumen an der Unfallstelle niedergelegt haben, sind die Anwohner der Osnabrücker Straße in Vörden zum einen schockiert über das Geschehene und zugleich wütend auf den Landkreis Vechta. Schon seit Jahren weisen sie auf die enormen Verkehrsbelastungen, Gefahren für Schulkinder und hohen Geschwindigkeiten von Pkw und Lkw auf der Dorfstraße im Ort hin. Doch alle Anträge die Situation für die Anwohner zu verbessern wurden, bis auf eine Tempo 30 Regelung von 22-6 Uhr für Lkw, abgelehnt. Das die vielen Schulkinder des Ortes aber zwischen 7 und 8 Uhr die Straße überqueren müssen, wurde offenbar nicht bedacht. Anwohnerin Petra Reinhardt hat direkt nach dem Unfall durch ein großes Schild ihr Entsetzen und ihre Trauer ausgedrückt, um Autofahrer auf den Unfall aufmerksam zu machen. "Heute Morgen starb ein Kind in diesem Dorf. Es wurde überfahren" ist auf dem Plakat mit einem großen Kreuz zu lesen. "Das hätte doch verhindert werden können und müssen", sagte sie uns. "Die Verkehrsverhältnisse verkraftet der Ort nicht. Es ist hier nicht mehr lebenswert" muss sie traurig und zugleich wütend feststellen. Als dann weitere Fahrzeuge mit hohem Tempo an ihrem Geschäft und dem Schild vorbeirasen wird sie sehr sauer. Der Landkreis, den sie zusammen mit weiteren Anwohnern schon öfters über die Situation informiert hatte, ändert aber nichts. Es gibt keine Geschwindigkeitsreduzierung und die 50 Km/h Begrenzung würde auch nicht überprüft. Genau so sehen das auch die Anwohner Dietrich Stahl und Heinrich Müller. Beide sind an der Straße groß geworden und wollen die unhaltbaren Zustände nicht mehr länger hinnehmen. Es muss dringend etwas verändert werden. Die Wohnhäuser bekommen enorme Risse durch die Erschütterungen der schweren Lkw, die viel zu schnell durch den Ort brettern. Kaum einer hält sich nach ihren Feststellungen an die 50 km/h Beschränkung, obwohl der Schulweg ja die Straße kreuzt. Was muss noch passieren bevor gehandelt wird? Das ist die Frage aller Anwohner.



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