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2 Neue Filmstars im Osnabrücker Zoo

28.02.2011 | 00:00 Uhr | ID: 1835

Ort: NDS / Osnabrück

2 Neue Filmstars im Osnabrücker Zoo

Zwei weibliche Elefanten, „Miry“ (30 Jahre) und „Betty“ (26 Jahre), sind am Samstagmorgen in den Zoo Osnabrück eingezogen. Sie stammen vom kleinen, aber feinen Circus Crocofant. Zirkusdirektor Francois Meise hielt die Tiere seit über 20 Jahren in engem Kontakt. Bevor er vor zehn Jahren den Circus Crocofant gründete, wurden die Elefanten in Filmen, wie „Asterix und Obelix“, und Veranstaltungen, wie einer Open-Air-Aufführung der Oper „Aida“ (2004 in St. Margarethen), gezeigt. Am Samstagmorgen um sieben Uhr rollte ein großer Transporter mit den prominenten Elefantenkühen auf den Wirtschaftshof des Zoos Osnabrück. Dr. Susanne Klomburg, Osnabrücker Zoodirektorin, stand seit längerer Zeit in Kontakt mit Zirkusdirektor Meise und unterstützte ihn in seinen Überlegungen, die beiden Elefantenkühe in einen Zoo und damit zu Artgenossen abzugeben. „Ich war sehr angetan von dem verantwortungsvollen Umgang des Zirkusdirektors mit seinen Dickhäutern. Er besitzt sehr viel Wissen über die Tiere und sorgte sich stets um ihr Wohlergehen,“ so Dr. Klomburg. Ketten oder Zwang habe es nie gegeben. Mit steigendem Alter sollten „Betty“ und „Miry“ nun gemeinsam mit anderen Artgenossen ihre zweite Lebenshälfte genießen.  

Kennenlernen über Infraschall und „Rüsseln“ Im Osnabrücker Zoo eingetroffen, zogen „Miry“ und „Betty“ zunächst in den Elefantenbullenstall, wo sie ein erstes Frühstück zu sich nahmen und nach der langen Fahrt von Süddeutschland Bewegung suchten. Die bestehende Osnabrücker Elefantenherde – „Tutume“, „Matibi“ und „Sabi“ – haben ihre Artgenossen sofort gehört, denn Elefanten kommunizieren unter anderem über Infraschall. Diese sehr energiereichen Töne der Niedrigfrequenz sind für den Menschen nicht wahrnehmbar, doch Elefanten „unterhalten“ sich so über viele Kilometer Distanz. Das Osnabrücker Trio zeigte sich an dem prominenten Zuwachs sehr interessiert. Am Sonntag gab es dann ein erstes „Berüsseln“ zwischen den grauen Riesen: Beide Gruppen waren auf der Außenanlage, allerdings getrennt durch einen Metallzaun, durch den sie sich mit ihren Rüsseln begrüßen konnten. Auch für Elefanten-Revierleiter Detlef Niebler ist die Situation sehr spannend: „Wir haben uns einen roten Faden überlegt, wie wir die beiden Gruppen zusammenführen, müssen aber spontan und individuell reagieren können. Denn auf der einen Seite ist es wichtig, langsam und geduldig vorzugehen, auf der anderen Seite werden die Elefanten jedoch auch frustriert, wenn sie die anderen nicht endlich kennenlernen.“ In den nächsten Tagen steht noch ein Gesundheitscheck der beiden Filmstars an und dann soll es endlich ein richtiges, erstes Treffen geben. Die Besucher können „Miry“ und „Betty“, die übrigens mit einer Höhe von knapp drei Metern sehr imposant anzuschauen sind, von der Elefantenlodge aus beobachten.

 

[Quelle: Osnabrücker Zoo]



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