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Neue Gesichter im Zoo: Die Löffelhunde sind

23.02.2011 | 12:00 Uhr | ID: 1883

Ort: NDS / Osnabrück

Neue Gesichter im Zoo: Die Löffelhunde sind "ganz Ohr"

Neue Gesichter im Zoo: Die Löffelhunde sind „ganz Ohr“ „Schüchtern und ein wenig unsicher,“ so beschreibt Franz-Josef Schelshorn, Tierpfleger und Leiter des Nashornreviers, seine zwei neuen Schützlinge: die Löffelhunde. Besuchern werden wohl als erstes die riesigen Ohren der fuchsartigen Raubtiere auffallen. Diese helfen den Löffelhunden, ihre Nahrung aufzuspüren und überschüssige Körperwärme abzugeben – schließlich ist ihr Lebensraum die heiße, afrikanische Savanne. Das Geschwisterpaar am Schölerberg kommt aus dem Zoo Prag und lebt bereits seit Ende Oktober in Osnabrück. Bisher hielten sich die Löffelhunde nur hinter den Kulissen auf, da für sie die ehemalige Außenanlage der Warzenschweine umgebaut werden musste. In der Zwischenzeit versuchte Schelshorn, das Vertrauen der scheuen Tiere zu gewinnen. „Ich habe mich täglich zu ihnen gesetzt und mit ihnen gesprochen, damit sie sich an mich gewöhnen,“ so Schelshorn. Seit letzter Woche zeigen sich die Löffelhunde – ein Männchen und ein Weibchen – im „Tal der grauen Riesen“ den Besuchern. Allerdings sind sie immer noch ein wenig scheu und rollen sich gerne an der linken Hauswand zusammen. Doch mit ein paar knusprigen Heuschrecken lockt Schelshorn sie schnell aus ihrer Ecke heraus: Wie der Blitz sausen sie zu ihm und nehmen ihm die Leckereien aus der Hand „Sie bekommen auch Fleischbällchen und Obst, am liebsten mögen sie Bananen,“ weiß der Tierpfleger. Das Männchen ist schon ein wenig mutiger und schaut Schelshorn auffordernd an. Damit die Besucher die etwa wadenhohen Löffelhunde gut beobachten können, haben die Zoomitarbeiter eine Wärmelampe im vorderen Gehegebereich installiert. „Doch die haben die beiden noch nicht entdeckt, deswegen füttern wir sie nun direkt unter der Lampe,“ so Schelshorn. Neben den großen Ohren ist auch ihr Gebiss eine Besonderheit, denn anders als die übrigen Hundeartigen haben sie mit circa 50 Zähnen ein Insektenfressergebiss, das ihnen das Zerkleinern von Termiten und anderen Insekten ermöglicht. Übrigens sind die beiden Löffelhunde noch namenlos: „Damit warte ich immer, bis ich den Charakter der Tiere kennengelernt habe. Schließlich soll der Name ja auch zu dem Tier passen,“ so Schelshorn.

Was ist ein Löffelhund? Löffelhunde sind kleine, fuchsartige Raubtiere, die im südwestlichen Afrika und in Ostafrika vorkommen. Ein besonderes Merkmal des Löffelhundes ist sein Gebiss: Es umfasst 46-50 Zähne. Diese Zähne sind, verglichen mit anderen Hundegebissen, stark verkleinert und der insektenfressenden Lebensweise angepasst. Sehr auffällig sind auch ihre riesigen Ohren, die bis zu 13 cm über den Kopf hinausragen. Die tütenförmigen Ohren helfen ihnen Beute aufzuspüren und überschüssige Wärme abzugeben. Löffelhunde sind überwiegend nachtaktiv. Die heiße Tageszeit verbringen sie in ihrem Bau, den sie selbst gegraben oder von anderen Tieren übernommen haben. Löffelhunde leben in kleinen, monogamen Familienverbänden von zwei bis sechs Tieren, die aus einem Paar und ihren Nachkommen bestehen. Meist kommen einmal im Jahr, nach einer Tragzeit von 60 bis 70 Tagen, vier bis sechs Jungtiere zur Welt. Sie werden in einer Erdhöhle geboren und erreichen nach sechs Monaten das Gewicht der erwachsenen Tiere.
[Quelle: Pressemitteilung Zoo Osnabrück]



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