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Lebenslange Haft für Mord an seiner Mutter - Gericht sah Heimtücke als erwiesen an - Verteidigung prüft Einspruch

06.12.2011 | 12:00 Uhr | ID: 2015

Ort: NDS / Osnabrück / Landgericht

Urteil

Lebenslange Haft für Mord an seiner Mutter - Gericht sah Heimtücke als erwiesen an - Verteidigung prüft Einspruch

In dem Strafverfahren gegen den 40-jährigen Angeklagten Christoph W. aus Ankum wegen des Vorwurf des Mordes an seiner Mutter hat die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Osnabrück das Urteil verkündet.Der Angeklagte wurde zu einer lebenslangen Haft verurteilt.
Die Staatsanwaltschaft ging von Mord aus und hat auf eine lebenslange Freiheitsstrafe plädiert. Sie sieht die Mordmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe als erwiesen an. Der Verteidiger hingegen hat wegen Totschlags eine Freiheitsstrafe von acht Jahren gefordert. Der Angeklagte hat eingeräumt, am 30.04.2007 seine Mutter mit dem Kleinkalibergewehr seines verstorbenen Vaters erschossen zu haben. Er stellt jedoch in Abrede, dass er planmäßig gehandelt habe und sich seine Mutter keines Angriffs versehen habe. Er habe lediglich den Hof retten wollen. Die Schwurgerichtskammer hatte daher zu entscheiden, ob der Angeklagte beim Erschießen seiner Mutter deren Arg- und Wehrlosigkeit ausgenutzt hat (Heimtücke) und/oder ob sein Handeln nach sittlicher Anschauung auf tiefster Stufe steht (niedrige Beweggründe). Das Gericht kam zu der Auffassung, dass der Angeklagte heimtückisch gehandelt hatte. Es gab zwar immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Mutter und Sohn, dennoch konnte die Mutter nicht mit so einem Angriff rechnen. Sie war somit arglos gewesen. Wie der Angeklagte selbst ausführte, sei alles ruck-zuck gegangen. Somit konnte sich die Mutter auch nicht wehren. Der Verteidiger will nun mit seinem Mandanten das Urteil und die Begründung genau prüfen und dann entscheiden, ob Einspruch eingelegt werden soll.



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