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Statt  Mineralwasser gab es Reinigungsmittel zu trinken - 79-jährige Frau verstorben, 2 weitere Bewohner verletzt – Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung

21.12.2011 | 12:00 Uhr | ID: 2067

Ort: NDS / Wietmarschen / Grafschaft Bentheim

Unglaublich:

Statt Mineralwasser gab es Reinigungsmittel zu trinken - 79-jährige Frau verstorben, 2 weitere Bewohner verletzt – Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung

Pressemitteilung der Polizei vom 21.12.2011:
79-jährige Frau verstorben – Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung
Am Montagmorgen verstarb eine 79-jährige Bewohnerin des Matthiasstiftes Wietmarschen in der Euregioklinik in Nordhorn, nachdem sie am Samstagabend beim Abendessen offensichtlich aus einer Flasche ein Essig-Wasser-Gemisch getrunken hat. Zwei weitere Bewohner des Wohnstiftes, eine 87-jährige Frau und ein 95-jähriger Mann, die ebenfalls von der Flüssigkeit getrunken hatten, kamen ebenfalls in ein Krankenhaus. Ihnen geht es nach Auskunft der behandelnden Ärzte wieder besser. Nach den bisherigen Feststellungen und den Aussagen von Zeugen kam es am Samstagabend beim Abendessen in dem Wohnstift zu einer folgenschweren Verwechslung. Eine Flasche, in der sich das Essig-Wasser-Gemisch befand, welches in der Großküche der Einrichtung zum Reinigen verwandt wurde, gelangte in den Speisesaal. Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück haben ihre Ermittlungen aufgenommen und gegen zwei Mitarbeiterinnen des Wohnstiftes ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Nachdem die drei Heimbewohner starken Husten bekamen, wurde durch Mitarbeiter des Matthiasstiftes sofort ärztliche Hilfe gerufen. Die zwei Frauen wurden in die Euregioklinik nach Nordhorn gebracht, der Mann kam in das Ludmillenstift nach Meppen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück fand am Dienstagnachmittag im Institut für Rechtsmedizin in Oldenburg eine Obduktion der Leiche statt. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion ist davon auszugehen, dass die Frau von dem Essig-Wasser-Gemisch getrunken haben kann und dieses mitverantwortlich für den Tod der 79-Jährigen ist. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Osnabrück und Polizei dauern derzeit noch an.



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