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Ossensamstag

05.03.2011 | 00:00 Uhr | ID: 2159

Ort: NDS / Osnabrück

Ossensamstag"Schunkeln, singen, lachen — den Menschen einfach Freude machen!"

Das gemeinsame Konzept der Stadt und der Polizei Osnabrück zum Ossensamstag kann wie im letzten Jahr als erfolgreich bezeichnet werden. Der Ossensamstag 2011 verlief so ruhig und überwiegend friedlich wie 2010.

Neben den Bediensteten der Stadt Osnabrück, bestehend aus dem Ordnungsaußendienst, dem Jugendamt und der Feuerwehr halfen auch die Rettungsdienste und besonders der THW mit. Zusammen gewährleisteten sie den reibungslosen Ablauf der Feierlichkeiten. Bereitschaftspolizisten aus Braunschweig und Osnabrück sowie viele Beamte der Polizeiinspektion waren im Einsatz. Nach polizeilichen Schätzungen standen mit 50.000 Jecken deutlich weniger Personen an der Umzugsstrecke.

Im Vorfeld der Veranstaltung gab es viele gemeinsame Präventionsmaßnahmen an denen insbesondere auch die Caritas und die Osnabrücker Schulen beteiligt waren. Es war das Ziel den Alkoholkonsum bei Jugendlichen einzuschränken. Mit 13 hilfsbedürftigen Jugendlichen lag die Zahl auf Vorjahresniveau. Insgesamt benötigten 43 Personen die Hilfe der Rettungsdienste, die sie auf dem  Schulhof der Domschule fanden. Dort kümmerten sich Sanitäter und Ärzte um die Betrunkenen. Zwischen 1,2 und 2,4 Promille lagen die gepusteten Werte.

Der aus den vergangenen  Einsätzen bekannte Brennpunkt am Haarmannsbrunnen wurde besonders intensiv polizeilich beobachtet. Die sichtbar präsenten Bereitschaftspolizisten schritten bei sich andeutenden Schlägereien sofort ein. Deshalb war die Lage bis 15.00 Uhr recht ruhig.

Mit Ende des Umzugs und steigendem Alkoholpegel einzelner Ossensamstagsbesucher erhöhte sich allerdings die Zahl der körperlichen Auseinandersetzungen. Die Polizisten, die für die Aufnahme der Strafanzeigen zuständig waren, hatten alle Hände voll zu tun.

Mit einem Strafverfahren rechnen muss auch ein Mann, der gegen 15.45 Uhr als „blinder Passagier“ bei einem Bus am Bussteig D 2 mitfahren wollte. Der junge Mann kletterte am Bus hoch und hielt sich seitlich fest. Glücklicherweise sah die Fahrerin den Mann im Rückspiegel und stoppte nach kurzer Fahrt vorsichtig das Fahrzeug ab. Daraufhin sprang der unbekannte, in orange gekleidete Mitfahrer herunter, warf eine Flasche gegen den Bus und lief davon.

Bis 19.00 Uhr zählte die Statistik der Ordnungshüter 37 Strafanzeigen. Im Einzelnen gab es 15 Körperverletzungen, 2 Gefährliche Körperverletzungen, 7 Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte, 8 Beleidigungen, 1 Urkundenfälschung, 2 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und 2 Verstöße gegen das Waffengesetz.

Die Zahlen entsprechen in etwa denen des letzten Jahres. Wie erwähnt kam es erst nach dem Umzug zu den genannten Straftaten. Während des Umzugs wurde von nahezu allen Besuchern ausgelassen und friedlich gefeiert. Diese positive Stimmung wurde insbesondere auch von den eingesetzten Polizeibeamten wahrgenommen. Die polizeilichen Maßnahmen, die nahezu alle erst nach dem Umzug erforderlich waren, betreffen entsprechend nur einen äußerst geringen Teil der Feiernden.

[Quellle: Polizei]



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