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Starke Rauchentwicklung auf Recyclinghof - 5 Arbeiter mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus - Bevölkerung wird vor Wolke gewarnt - Feuerwehr mit Großaufgebot vor Ort

19.01.2012 | 18:45 Uhr | ID: 2303

Ort: NDS / Osnabrück / Hafengebiet

Vermutlich exotherme Reaktion im Hafengebiet

Starke Rauchentwicklung auf Recyclinghof - 5 Arbeiter mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus - Bevölkerung wird vor Wolke gewarnt - Feuerwehr mit Großaufgebot vor Ort

Pressemitteilung der Polizei vom 19.01.2012:
Am 19.01.2012, gegen 18:30 Uhr, kam es bei einer Recyclingfirma im osnabrücker Hafen zu einem Schadstoffaustritt, bei dem fünf Menschen leicht verletzt wurden.  Anrufer meldeten bei der Feuerwehr und Polizei Osnabrück zunächst einen starken Ammoniakgeruch und später eine aufsteigende weiße Wolke. Wenige Minuten später waren erste Einsatzkräfte vor Ort, die den Bereich weiträumig absperrten und nähere Informationen einholten. Nachdem einige Mitarbeiter der Firma über Atemwegsbeschwerden klagten wurde die Bevölkerung in den Stadtteilen Hafen, Eversburg und Haste vorsorglich gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten. Spezialeinheiten für Messtechniken und Umweltgefahren von Feuerwehr und Polizei ermittelten, dass bei der Firma an der Rheinstraße ca. 24 Tonnen Aluminium-Krätze, einem Rückstandprodukt aus der Metallverhüttung, lagerten . Durch den andauernden Regen der letzten Tage und der in den Stoff eintretenden Feuchtigkeit kam es zu einer chemischen Reaktion. Durch die daraus entstehende starke Hitze entstand Wasserdampf. Die Messungen konnten belegen, dass die Grenzwerte an Ammoniakgasen auf dem Gelände der Firma überschritten wurden, jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die umliegende Bevölkerung bestand. Das giftige Gas reizt zu Tränen und wirkt erstickend. Die fünf Mitarbeiter der Firma mit Atemwegsbeschwerden wurden zur vorsorglichen Untersuchung in umliegende Krankenhäuser verbracht. Gegen 22:00 Uhr konnten Feuerwehr und Polizei endgültig Entwarnung geben. Polizeiliche Ermittlungen wegen eventueller abfallrechtlicher Verstöße wurden durch die Technische Ermittlungsgruppe Umwelt aufgenommen. Insgesamt waren ca. 40 Feuerwehrleute inkl. des Fachzuges Messen und Spüren, fünf Rettungswagen, zwei Notärzte, drei Streifenwagen sowie Spezialermittler für Umweltdelikte vor Ort.



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