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Mit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim LandgerichtMit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim Landgericht

22.02.2012 | 09:00 Uhr | ID: 2400

Ort: NDS / Landgericht Osnabrück

Erfahrungen, die niemand machen möchte

Mit gemietetem BMW Geländewagen durch einen Teich gefahren - Motor abgesoffen - mehr als 10.000 Euro Schaden - heute Vergleich beim Landgericht

Pressemitteilung des Landgerichts:
Parteien schließen Vergleich vor dem Landgericht Osnabrück
Autofahrt durch einen Teich mit einem angemieteten BMW X 3 kostet den Beklagten 4.000,- €  
Die Parteien des gestern verhandelten Rechtsstreits vor der 12. Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück haben sich auf einen Vergleich geeinigt. Der aus Nordhorn stammende Beklagte zahlt 4.000,- € an den klagenden Mietwagenanbieter. Sixt hatte mit der Klage Schadensersatz dafür verlangt, dass der beklagte Fahrzeugmieter mit dem Auto einen Teich durchfuhr und es dadurch zu einem kapitalen Motorschaden kam.
Der Beklagte mietete bei Sixt einen BMW X 3 als Mietfahrzeug für ein langes Wochenende mit einer Haftungsfreistellung. Mit dem sportlichen Geländewagen durchquerte der Beklagte in Vechta einen Teich. Dabei saugte der Motor statt Luft Wasser an und es kam zu einem kapitalen Motorschaden. Das Fahrzeug blieb noch im Teich stehen. Der Beklagte behauptet, dass es für ihn überraschend gewesen sei, dass der Motor ausging. Schließlich fahre BMW mit diesem Fahrzeug in Werbespots auch durch Wasser. Die Klägerin hält das Verhalten des Beklagten für grob fahrlässig, weil er abseits befestigter Straßen nicht hätte fahren dürfen und sich nicht vorher von der Gewässertiefe überzeugt hat.
Sixt hat mit der Teilklage zunächst nur den hälftigen Schaden geltend gemacht. Von dem Gesamtschaden in Höhe von 10.210,- € zahlt der Beklagte nun aufgrund des Vergleichs 4.000,- € an die Klägerin. Diese verzichtet im Gegenzug auf die Erstattung des weiteren Schadens. Die Kosten des Gerichts und der Anwälte wurden gequotelt: 40 % trägt die Klägerin und 60 % trägt der Beklagte. Wenn Sixt bis zum 07.03.2012 diesen Vergleich nicht widerruft, ist der Rechtsstreit aufgrund des Vergleichs endgültig beigelegt. Dann muss der Richter kein Urteil mehr fällen.

Das hätte sich der Beklagte sicher auch nicht träumen lassen, dass ihn das Ausprobieren eines Werbespots mal 4000 Euro kosten würde. Und damit nicht genug: Er muss außerdem noch 60% der Gerichtskosten tragen. Diesen Vergleich, der von der Gegenseite noch angefochten werden kann, wurde heute Morgen im Landgericht Osnabrück erzielt. Der Beklagte hatte bei einer Autovermietung einen BMW X3 gemietet. Wie in der Werbung oft gezeigt ist er dann mit dem Wagen am Rand eines Teich in wattiefen Wasser gefahren. Leider ist dabei der Motor abgesoffen, was einen Schaden von mehr als 10.000 Euro bedeutete. Laut BMW ist das Auto bis zu einer Wassertiefe von 50 cm zugelassen, aber was der Beklagte vermutlich nicht mit bedacht hat, sind die Wellen, die sich bei einem Durchfahren bilden. Erstinstanzlich wurde der Schaden geteilt und jeder sollte 5105,00 Euro tragen. Damit war der Mieter nicht einverstanden. Vor dem Landgericht kam es dann heute zu diesem Vergleich. Für den Fahrer, der nach eigenen Angaben häufig Autos bei dem Autovermieter angemietet hatte, sind die 4000 Euro trotzdem äußerst schmerzlich. Er wird in Zukunft auf das Anmieten von Fahrzeugen verzichten wollen.

Auszug aus der Pressemitteilung des Landgerichts:
Der Beklagte mietete bei Sixt einen BMW X 3 als Mietfahrzeug für ein langes Wochenende. Die Parteien vereinbarten eine Haftungsfreistellung für selbstverschuldete Unfälle. Mit dem Fahrzeug, einem sogenannten SUV (Sport-Utility-Vehicle), einer Art sportlichem Geländewagen, fuhr der Beklagte abseits befestigter Straßen nach Vechta zu einem Teich und durchquerte diesen am Rande mit dem Fahrzeug. Dabei saugte der Motor statt Luft Wasser an und es kam zu einem kapitalen Motorschaden. Das Fahrzeug blieb noch im Teich stehen und musste abgeschleppt werden. Die Klägerin verlangt für die Reparatur Schadensersatz in Höhe von 5.105,- Euro. Der Beklagte behauptet, ihm sei der Teich und dessen Wassertiefe gut bekannt gewesen und deshalb habe er sich zugetraut, diesen am Rande über eine Länge von etwa 8 Metern zu durchfahren. Dies habe auch geklappt. Deshalb habe er gewendet und sei die gleiche Strecke nochmals durch den Teich gefahren. Dabei sei für ihn überraschend der Motor ausgegangen und der Wagen stehen geblieben. Da BMW mit diesem Fahrzeug in Werbespots auch durch Wasser fahre, habe er dies für machbar gehalten. Die Klägerin hält das Verhalten des Beklagten für grob fahrlässig und deshalb nicht von der Haftungsfreistellung umfasst. Abseits befestigter Straßen habe er nicht fahren dürfen und selbst wenn, habe er sich unmittelbar vor dem Einfahren in den Teich von der Wassertiefe überzeugen müssen. Sie macht den hälftigen Schaden am Motor geltend.



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