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Erneuter Termin zum DNA-Test: Polizei sucht nach brutalem Vergewaltiger

30.10.2010 | 00:00 Uhr | ID: 2559

Ort: NDS / Dörpen / LK Emsland

Erneuter Termin zum DNA-Test: Polizei sucht nach brutalem Vergewaltiger

Immer noch sucht die Polizei nach einem brutalen Vergewaltiger, der in der Nacht zum 18. Juli gegen 3.15 Uhr in Dörpen eine Frau vergewaltigt und schwer verletzt hatte. Am Tatort vor dem Kindergarten in der Wittefehnstraße konnte DNA-Material des Täters gesichert werden. Aus diesem Grund führte die Polizei vor zwei Wochen einen DNA-Speicheltest durch, an dem etwa 1900 Männer aus der Region Dörpen teilnahmen. Heute fand ab 10.00 Uhr ein zweiter Termin im Dörpener Rathaus statt. Zu diesem Termin hatten die Ermittlungsbehörden die etwa 450 Männer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren aufgerufen, die am ersten Termin nicht teilnehmen konnten. Bereits vor offiziellem Beginn fanden sich zahlreiche Männer der entsprechenden Altersgruppen vor dem Rathaus in Dörpen ein. Besonders angesprochen waren zum heutigen Termin Bürger, die nicht mehr in Dörpen wohnen, aber auch ausländische Mitbürger, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind und so die Aufrufe nicht lesen konnten. Einige von ihnen erschienen mit Dolmetscher zum heutigen Termin, andere Männer wurden von ihren Freundinnen, Frauen oder Müttern begleitet. Ingesamt stellte Ludger Tetenborg vom Kriminaldienst einen zügigen Ablauf der Speichelentnahmen fest.

Pressemitteilung:
Am Samstag fand der zweite DNA- Reihenspeicheltest im Rathaus in Dörpen statt. Insgesamt waren etwa 450 Männer im Alter zwischen 18 und 40 Jahren von der Polizei mit einem Brief aufgefordert worden, im Rathaus eine Speichelprobe abzugeben. Bereits zwei Wochen zuvor waren etwa 1900 Männer einem ersten Aufruf der Polizei gefolgt. Am Samstag kamen 211 Männer in das Rathaus und gaben zur Klärung des schweren Verbrechens freiwillige ihre Speichelprobe ab. Aufgrund des Briefes hatten sich in den vergangen Tagen bereits 69 Männer bei der Polizei gemeldet, die nicht mehr im Emsland wohnhaft sind. In diesen Fällen sind jetzt die örtlichen Polizeidienststellen angeschrieben worden, mit der Bitte von diesen Männern eine entsprechende Speichelprobe zu nehmen. Von den etwa 2400 Männern, die diesen Speicheltest abgeben sollten, haben somit 170 Personen nicht auf die Bitte der Polizei reagiert. Diese Männer werden in der nächsten Zeit jetzt direkt von der Polizei kontaktiert und um einen Speicheltest gebeten. Wie bereits berichtet, hatte Polizei und Staatsanwaltschaft Osnabrück rund drei Monate nach der brutalen Vergewaltigung einer 27-Jährigen in Dörpen sämtliche Männern im Alter von 18 bis 40 Jahren aus der Samtgemeinde Dörpen am 16. und 17. Oktober 2010 in das Dörpener Rathaus an der Hauptstraße gebeten, um dort eine Mundspeichelprobe abzugeben. Von dem Täter, der in der Nacht zum 18. Juli in Dörpen gegen 03.15 Uhr in der Wittefehnstraße vor dem dortigen Kindergarten die wehrlose Frau vergewaltigte und schwer verletzte, konnten DNA-Spuren gesichert werden, die mit den Speichelproben der rund 2400 Männer verglichen werden sollen. Für die Durchführung des Reihen-Speicheltestes und die Untersuchung der Proben beim Landeskriminalamt Niedersachsen in Hannover hatte das Amtsgericht Osnabrück auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück einen entsprechenden Gerichtsbeschluss erlassen.



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