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Kater

14.07.2010 | 00:00 Uhr | ID: 2711

Ort: NDS / Georgsmarienhütte / LK Osnabrück

Kater "Kevin" steckt im Schornstein fest - schweißtreibende 5-Stunden-Rettungsaktion

Kater fiel 7 m tief in Schacht, kommt aus eigener Kraft nicht raus
Kater Kevin wird den heutigen Tag sicher genauso wenig vergessen, wie seine Besitzerin. In den frühen Morgenstunden weckte er seine Besitzerin durch Miauen. Sie sah, wie er am Dachfenster saß und spielte. Eine weitere Katze schien ihn besuchen zu wollen. Dem Freiheitsdrang folgend drückte Kevin das Fenster auf und verschwand aufs Dach. Die Besitzerin hatte nochmal versucht, ihn anzulocken, musste dann aber mit ansehen, wie Kevin zum Schornstein ging und mit einem unvorsichtigen Schritt darin verschwand. Das Pech wollte es, dass Kevin nicht in einen Schacht fiel, der im Keller geendet wäre, wo er einfach hätte wieder herausgenommen werden konnte. Nein, Kevin suchte sich einen Zug aus, der im Erdgeschoss durch Heizungsrohre versperrt ist. Etwa 7 Meter fiel der Kater, bevor er unsanft durch die Rohre gestoppt wurde. Die alarmierte Feuerwehr und ein Schornsteinfeger waren mehr als 4 Stunden beschäftigt, den Kater genau zu lokalisieren, die Wand aufzubrechen und den Streuner zu retten. Mit einer Spezialkamera, Spiegeln und Zollstock konnte die Position lokalisiert werden. Die Feuerwehr hat ein Loch ins Mauerwerk gestemmt. Leider haben sie die Rechnung ohne die Katze gemacht. Aus Angst vor den lauten Geräuschen kletterte sie wieder den Schornstein rauf. Hier wartete schon die Besitzerin und packte sie. Aber der heftige Widerstand der verstörten Katze war zu groß. Nach Kratzen und Beißen musste die Besitzerin wieder loslassen und Kevin fiel wieder den Schornstein herunter. Die Kräfte des Tieres ließen zusehens nach. Eine Tierärztin wurde zur Einsatzstelle gerufen, um bei nächster Gelegenheit dem Tier eine Beruhigungsspritze geben zu können. In der Zwischenzeit hatten die Feuerwehrleute ein Belüftungssystem gebastelt, was frische Luft in den Schacht beförderte. Ein erneuter Versuch, die Katze hochzudrücken schlug fehl. Nun fiel sie aber so tief, dass sie am aufgestemmtem Loch ankam. Hier gelang es auch der Tierärztin, dem Kater die Spritze zu geben. Leider war das  Loch noch etwas zu klein. Po und Schwanz waren schon zu sehen, der Rest passte nicht durch. Also wieder schweres Gerät geholt und das Loch vergrößert. Dann, nach 5 Stunden schweißtreibender Tätigkeit, konnte die Katze befreit und der den Tränen nahen Besitzerin übergeben werden. Sie bedankte sich herzlich bei alles Helfern die keine Idee unversucht ließen ihren Kevin zu befreien und war überglücklich, ihrn wieder in den Armen halten zu können.