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Wirbel um angeblich gefälschte Afrika-Kunst

01.07.2010 | 00:00 Uhr | ID: 2750

Ort: NDS / Osnabrück

Wirbel um angeblich gefälschte Afrika-Kunst

Schwere Vorwürfe gegen eine Afrika-Ausstellung in der Osnabrücker Kunsthalle: Im Magazin "Focus" spricht der Schweizer Kunstsammler Udo Horstmann von "plumpen Fälschungen". Die Ausstellung sei "ein peinlicher Witz". Drastische Worte - handelt es sich doch um die Afrika-Sammlung des ehemaligen saarländischen Ministerpräsidenten Reinhard Klimmt. Dieser weist die Vorwürfe energisch zurück und beteuert das alle Exponate durch die Verkäufer und Sachkundige als Orginale ausgewiesen sind.

Sammlung Reinhard Klimmt:
Reinhard Klimmt, Bundesminister und ehemaliger saarländischer Ministerpräsident wurde in Berlin geboren und wuchs in Osnabrück auf. Dort legt er als Abiturient schon den Grundstock für seine bibliophile Sammlung. Zur afrikanischen Kunst kam er über sein Interesse für die klassische Moderne und deren Bezüge zur afrikanischen Kunst. Klimmts Sammlung von traditionellen afrikanischen Skulpturen, Einzelfiguren, Paarfiguren, abstrakt und figurativ geschnitzte Hüttentüren sowie Masken bilden den historischen Kern der Ausstellung in der Kunsthalle mit Bezügen zum 19. und 20. Jahrhundert.

Sammlung Gunter Péus:
Der Sammler Gunter Péus, Hamburger Journalist und langjähriger Korrespondent des Zweiten Deutschen Fernsehens in Afrika, hat während seiner zwanzigjährigen Sammlertätigkeit in Kontakt mit Künstlern Gemälde, Grafiken, Zeichnungen und skulpturale Werke der regionalen Kunstszene aus zahlreichen afrikanischen Ländern (Nigeria, Tansania, Kenia, Mosambik, Simbabwe, Südafrika) gesammelt. Mit Werkgruppen aus ganz unterschiedlichen Malschulen hält die Sammlung von Péus ein engagiertes Plädoyer für die Gegenwartskunst, die über alle nationalen Traditionen hinweg sich vor der Aufgabe sieht, mit künstlerischen Mitteln den Weg aus der nachkolonialen Unabhängigkeit in eine selbst bestimmte Zukunft zu begleiten. Die Sammlung von Gunter Péus umfasst den Zeitraum Ende der Kolonialzeit bis zum Jahr 2000.
"Habari" ist eine Begrüßungsformel in Afrika und bedeutet "Was gibt es Neues?" Auch eine afrikanische Zeitung und ein afrikanisches Fernsehprogramm sind so betitelt.

Die Sammlungen sind noch bis zum 25.Juli 2010 in der Kunsthalle Dominikanerkirche in Osnabrück zu besichtigen.

Link:
<LINK http://www.osnabrueck.de/68225.asp>http://www.osnabrueck.de/68225.asp</LINK>



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