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Bahnunglück-Feuerwehren proben den Ernstfall

14.08.2010 | 00:00 Uhr | ID: 3135

Ort: NDS / Bohmte / LK Osnabrück

Bahnunglück-Feuerwehren proben den Ernstfall

Auf den Bahnanlagen der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück in Bohmte war für die Einsatzkräfte der Feuerwehren Bad Essen, Belm, Bohmte, Ostercappeln und des Technischen Hilfswerks aus Bad Essen ein umfangreiches Szenario vorbereitet worden. Es wurde angenommen, dass es bei Rangierarbeiten zu einem Unfall kam, in dessen Folge mehrere Personen verletzt wurden, der Waggon in Brand geriet und ein Behälter mit Flüssigdünger undicht wurde. Im Landkreis Osnabrück gibt es sechs Technische Einheiten Bahn, deren Aufgabe die Hilfeleistung und Brandbekämpfung auf Bahnanlagen ist. Jede Einheit wird aus Kräften einzelner Ortsfeuerwehren und Ortsverbänden des Technischen Hilfswerks gebildet. Sie verfügen neben der normalen Ausrüstung über besondere Rettungsgeräte, die bei Bahnunfällen erforderlich sind. In regelmäßigen Diensten, Schulungen und Übungen werden die Handgriffe gefestigt, aber auch theoretisches Wissen erworben. Unter der Einsatzleitung von Zugführer Helmut Macho wurden nach Lageerkundung arbeitsteilig die jeweiligen Aufgaben mit den Gruppenführern besprochen. Zur Brandbekämpfung mussten die Feuerwehrkräfte über etwa 150 Meter Länge die Wasserversorgung aufbauen. Die verletzten Personen waren fachgerecht zu versorgen und dann zur Sammelstelle zu transportieren. Die Verletzten wurden zuvor von der Gruppe Realistische Unfalldarstellung des DRK-Kreisverbandes Wittlage entsprechend geschminkt. Eine im Waggon vermisste Person konnte von Atemschutzgeräteträgern erst gefunden werden, nachdem mit der Twin-Saw eine Öffnung geschaffen wurde. Die Twin-Saw ist eine Art Kreissäge, die mit zwei entgegengesetzt rotierenden Sägeblättern besondern zum Trennen von Verbundstoffen geeignet ist. Mittels der Rettungsplattform konnte die Person patientenschonend aus dem verqualmten Waggon befreit werden. Der Flüssigdünger aus dem undichten 1000-Liter Behälter wurde mit einer Pumpe in einen Auffangbehälter umgepumpt. Nach rund einer Stunde waren alle Übungsziele erreicht. Josef Brockmeyer, Verantwortlicher im Kreiskommando für die Technischen Einheiten, zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf der Übung.



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