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Süßes Tapir-Baby nach dramatischem Lebensbeginn wiederaufgepäppelt

04.08.2010 | 00:00 Uhr | ID: 3179

Ort: NDS / Osnabrück

Süßes Tapir-Baby nach dramatischem Lebensbeginn wiederaufgepäppelt

Es ist schon fast ein kleines Wunder, dass das zwei Monate alte Tapirjungtier “Diego” munter auf der Anlage zwischen seinen großen Artgenossen herumtobt. Drei Tage nach seiner Geburt hing sein Leben an einem seidenen Faden. Nur Dank der intensiven tierärztlichen Betreuung durch die beiden Zootierärzte sowie der fürsorglichen Pflege durch die Tierpfleger hat der kleine Diego überlebt. Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg berichtete, dass die Geburt des Jungtieres Diego am 17. Juni zunächst ohne Probleme verlief. Später wurde beobachtet, dass er bei seiner Mutter Elise trank und so machte sich niemand Sorgen um den kleinen Diego. Aber anscheinend bekam er nicht genug Milch, denn die Tierpfleger fanden den Flachlandtapir-Nachwuchs an einem Sonntagmorgen fast ohne Lebenszeichen auf der Anlage liegend vor. Obwohl kaum Hoffnung bestand, kämpften Tierärzte und Tierpfleger um sein Leben: Mit Wärmflaschen wurde er gewärmt, bekam warme Milch per Sonde und stündlich eine Infusion verabreicht. Zwei Tage lang wurde er kaum aus den Augen gelassen. Sogar nachts wurde er betreut – die Tierpflegerin Sabine Springmeier nahm in für drei Nächte mit nach hause. Am dritten Tag konnte endlich aufgeatmet werden: Der gesundheitliche Zustand von Diego hatte sich stabilisiert. Damit war die Zeit gekommen, Diego wieder in die Tapirgruppe zu integrieren. Durch Anlegen wurde seine Mutter Elise daran gewöhnt, ihn zu säugen und der Rest der Tapirfamilie nahm in freundlich auf. Mittlerweile mag Diego keine Muttermilch mehr und frisst schon ganz selbständig. Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Picasso, der schon als ganz kleiner Tapir ein echter Raufbold war, hat Diego ein eher sanftes Wesen. Mit seinem für Tapirjungtiere typisch gestreiftem Fell, seinen großen Augen und kleinem Rüssel ist Diego eindeutig ein Herzensbrecher.



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