Nord-West-Media TV: News
Mittwoch, 23.05.2018

Wir suchen Verstärkung für unser Team! Bewerben Sie sich jetzt bei Nord-West-Media als Videojournalist! Quereinsteiger willkommen -> mail@nwm-tv.de / (05431) 92 72 87 00


20.06.2013 | 11:00 Uhr | ID: 4591

Ort: NDS / Osnabrück

"Dreist!" konfrontiert Jugendliche mit alltäglichen Gewaltsituationen - Zivilcourage soll unterstützt werden - Schüler entwickeln gemeinsam Strategien für Konfliktlösungen

Jeder Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel in Deutschland hat Pöbeleien, Gewalt und Schlägereien erlebt. Doch viele fühlen sich mit der Bedrohung und Einschüchterung alleingelassen, die meisten schweigen darüber. Andere berichten, dass keiner der Anwesenden wagte, etwas gegen den Aggressor zu sagen oder zu tun. "Welche Chancen habe ich gegen jemanden, der bereit ist, einen anderen zu nötigen oder mit aggressivem Verhalten zu konfrontieren?" Zivilcourage ist gefragt! Doch welchen Handlungsspielraum hat der Einzelne in einer bedrohlichen Situation? "Wie kann ich deeskalierend eingreifen, ohne mich selbst zu gefährden?" Hier setzt das Busprojekt "Dreist!" an. Dreist!" konfrontiert Jugendliche mit alltäglichen Gewaltsituationen. Wir greifen dabei auf die Methode des Forumtheaters zurück und zeigen Möglichkeiten auf, wie sich Menschen in Konfliktsituationen anders verhalten können. Manchmal braucht es nur wenig, um eine Situation zu deeskalieren. Zwei Theaterpädagogen spielen Szenen in einem Bus, die durch einen Musiker eingeläutet und beendet werden. So wird deutlich: "Wir machen hier Theater - mit euch!". Denn nach Beendigung des Spiels werden die Zuschauer aufgefordert mitzumachen, zu diskutieren, um gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu finden. Die Spielszenen werden wiederholt und alle SchülerInnen haben jetzt die Möglichkeit, spontan in das Geschehen einzugreifen, um verschiedene Handlungsalternativen auszuprobieren. Mit "Dreist!" möchten wir Zivilcourage unterstützen, indem wir gemeinsam Strategien zu Konfliktlösung entwickeln. Wir setzten dabei auf das Lernen und die Lösungsfindung in der Gruppe. "Andere Anwesende konkret ansprechen und zusammen handeln!" sind ein Mittel, um gemeinsam und ohne Selbstgefährdung auf Gewalt zu reagieren. Auch die Bedeutung passiver Zuschauer und anfeuernder Beteiligter wird aufgezeigt. (Quelle: www.tpw-osnabrueck.de)



| |