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18.11.2013 | 09:00 Uhr | ID: 5049

Ort: NDS / Fürstenau / LK Osnabrück

Ehepaar Ritz steht vor den Trümmern ihrer Existenz

"Wir müssen wieder bei Null anfangen" - Lagerhalle ihres Reitsportversandes am 8.11. vollständig abgebrannt - improvisieren, damit der Verkauf weiter gehen kann - Aufgeben kommt nicht in Frage

Die Emotionen schlagen immer wieder hoch, wenn Helmut und Sybille Ritz vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Die Gesichter des sonst so freundlichen und resoluten Ehepaares wurden fast versteinert, als sie zum ersten Mal das Video von der Brandnacht auf ihrem PC sahen. Am 8.11 2013 ist nicht nur das komplette Lager mit Reitsachen abgebrannt, es sind auch viele Erinnerungen mit verbrannt. Als wir sie heute durch die Brandruine begleitet haben, fanden sie immer wieder Dinge, die sie an schöne Zeiten erinnerten, als die Welt für sie noch in Ordnung war. Zur Zeit wird improvisiert, wo es nur geht, denn sie dürfen immer noch nicht aufräumen, da noch erforscht werden soll, was zur Brandursache geführt hat. Bis jetzt gibt es hierzu keine klare Aussagen. Ihr Versandhandel findet nicht mehr auf den 400 qm in der Halle, sondern auf nicht mal 40 qm im Wohnzimmer statt. Ihr Lager ist ein Auflieger. Glücklicherweise waren der LKW und die Auflieger, die noch voll mit Waren waren, vom Brand verschont geblieben, genauso wie das nur wenige Meter von der Halle entfernte Wohnhaus. So kann zumindest ein Teil der Kunden zufriedengestellt werden. Aufgeben kommt aber für die beiden auch nicht in Frage. "Wir müssen wieder bei Null anfangen", sagte uns Helmut Ritz im Interview. Der Sachschaden wird auf einen hohen sechsstelligen Bereich geschätzt. Seit 30 Jahren haben sie den Reitsporthandel. "Wir können nichts anderes" sagten sie uns mit einem Lächeln und krempelten die Ärmel wieder hoch.



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