Nord-West-Media TV: News
Samstag, 26.05.2018

Wir suchen Verstärkung für unser Team! Bewerben Sie sich jetzt bei Nord-West-Media als Videojournalist! Quereinsteiger willkommen -> mail@nwm-tv.de / (05431) 92 72 87 00


Prozessauftakt wegen Computerbetruges mittels mTAN-PishingProzessauftakt wegen Computerbetruges mittels mTAN-PishingProzessauftakt wegen Computerbetruges mittels mTAN-PishingProzessauftakt wegen Computerbetruges mittels mTAN-PishingProzessauftakt wegen Computerbetruges mittels mTAN-PishingProzessauftakt wegen Computerbetruges mittels mTAN-PishingProzessauftakt wegen Computerbetruges mittels mTAN-Pishing

17.09.2014 | 10:00 Uhr | ID: 5878

Ort: NDS / Osnabrueck

Langericht Osnabrueck

Prozessauftakt wegen Computerbetruges mittels mTAN-Pishing

Die 15. Große Strafkammer des Landgerichts Osnabrück verhandelt am Mittwoch, dem 17.09.2014, ab 09:45 Uhr in Saal 272 in einer Strafsache gegen acht Angeklagte im Alter zwischen 25 und 51 Jahren wegen des Vorwurfs des gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetruges und weiterer Delikte; Az. 15 KLs 12/14. Die Kammer hat in diesem Jahr 26 Fortsetzungstermine anberaumt (zunächst am 23.09., 26.09., 01.10., 07.10., 08.10., 22.10. und 24.10.2014, jeweils ab 09:45 Uhr in Saal 272).

Den Angeklagten wird (in wechselnder Beteiligung) vorgeworfen, sich ab Juli 2013 zusammengeschlossen zu haben, um sich Guthabenbeträge von Kunden der Postbank zu verschaffen. Zuvor sollen unbekannte Mit- oder Vortäter über eine Schadsoftware („Trojaner“) die Kontodaten diverser Postbank-Kunden ausgespäht haben, die das sog. mTan-Verfahren für Online-Banking nutzten. Bei diesem Verfahren werden die für Überweisungen erforderlichen Transaktionsnummern (TAN) per SMS an bestimmte Mobilfunknummern verschickt. Um diese TAN zu erhalten, sollen sich die Angeklagten sog. Multi-Sim-Karten oder Ersatz-Sim-Karten zu den Mobilfunkanschlüssen der Bankkunden besorgt und den SMS-Verkehr auf diese Karten umgeleitet haben.

Diese Daten sollen die Angeklagten benutzt haben, um die Guthaben der Bankkunden von deren Tagesgeld- und Sparkonten auf den jeweiligen Girokonten zu sammeln und von dort aus auf die Konten sog. „Finanzagenten“ zu überweisen, die schon über ein Konto bei der Postbank verfügten. Einer der Angeklagten soll dann mit den jeweiligen Finanzagenten in enger zeitlicher Folge diverse Postbank-Filialen besucht haben, um die überwiesenen Geldbeträge in unauffälligen Teilbeträgen in bar abzuheben. Insgesamt sollen bei den 17 angeklagten Taten im Umfang von ca. 945.000,- € Überweisungen auf die Konten der „Finanzagenten“ erfolgt sein und davon ca. 670.000,- € in bar abgehoben worden sein.