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Hund kümmert sich liebevoll um Rehkitz- wer es sieht kann nur noch sagen: „Einfach süß“

09.06.2011 | 00:00 Uhr | ID: 1120

Ort: NDS / Hemmelte

Hund kümmert sich liebevoll um Rehkitz- wer es sieht kann nur noch sagen: „Einfach süß“

Neben dem großen Plüschtier im Hundekorb der Familie Rudert aus Hemmelte schauen zwei große Augen hervor. Aber es ist nicht Terrier-Dame Trine, die uns niedlich entgegenblinzelt, sondern Re(h)si – ein kleines Rehkitz, das bei der tierlieben Familie ein neues geradezu paradiesisches Zuhause gefunden hat. Inzwischen hat der Hund der Familie, die Tibet-Terrier-Hündin Trine, die Mutterrolle übernommen.

Dabei hatte das Kitz eigentlich keinen guten Start ins Leben. Fast tot war Re(h)si, als sie vor etwa zwei Wochen in die Obhut von Babette Rudert kam. Ihre Nachbarin Alicia Hense hatte das völlig geschwächte Tier  an einem Wald bei Lastrup gefunden.

Ein hinzugerufener Jäger wollte das Rehkitz kurz und schmerzlos erledigen, da es in der Natur so keine Überlebenschance gehabt hätte. Doch das Herz der Finderin schlug für Re(h)si – sie nahm das Tier an sich und fand mit ihren Nachbarn eine begeisterte Pflegefamilie.

Inzwischen ist aus dem halbtoten Rehkitz ein quietschfideles Bambi wie aus dem Bilderbuch geworden. Das inzwischen 30cm große Tierchen tollt geradezu übermütig durch den Garten.  

Neugierig erkundet es seine Umgebung, springt in Blumenbeete und spielt mit ihrer besten Freundin und Ziehmutter, der Hündin Trine.

Alle drei Stunden bekommt das Kitz von Pflegemama Babette Rudert sein Fläschchen mit Ziegenmilch. „Wenn es die nicht pünktlich bekommt, wird es richtig zickig“, erzählt sie schmunzelnd.

Die Familie hat dem Bambi auch einen kleinen Rückzugsort hergerichtet. Ein improvisiertes Zelt mit einem Körbchen bietet Schutz vor Wind und Wetter und in der Nacht auch vor Raubtieren. Aber nicht nur die Familie hat ein wachsames Auge, auch die zwölfjährige Terrierdame Trine ist voller Sorge um Re(h)si. Als es kürzlich gewitterte, bezog Trine im Zelt ihren Posten, um aufzupassen. Und eigentlich hat Trine tierische Angst vor Blitz und Donner…

Dass die beiden ungleichen Tiere sofort Freundschaft geschlossen haben, findet Familie Rudert bemerkenswert: „Der Hund hat sich ganz instinktiv um das Kitz gekümmert, er weiß, dass man nicht zu dicht an den Teich darf und hat dies dem Kitz auch vermittelt“, erzählt Babette Rudert.

Bis Re(h)si groß genug ist, bleibt das Rehkitz nun bei ihrer Pflegefamilie. Denn erst dann kann das Reh an einen Tierpark vermittelt werden. So sehr wie Re(h)si allen bereits ans Herz gewachsen ist, wird die Trennung gewiss schwer fallen. Die Familie hofft, sie in einem nahen Tierpark oft genug besuchen zu können – dann wird Trine bestimmt auch dabei sein.