Montag, 23.07.2018

Wir suchen Verstärkung für unser Team! Bewerben Sie sich jetzt bei Nord-West-Media als Videojournalist! Quereinsteiger willkommen -> mail@nwm-tv.de / (05431) 92 72 87 00


Kurzschluss in Photovoltaikanlage verursacht zunächst Kopfzerbrechen

01.05.2011 | 00:00 Uhr | ID: 1605

Ort: NDS / Werpeloh

Kurzschluss in Photovoltaikanlage verursacht zunächst Kopfzerbrechen

Mehrere Kurzschlüsse in den Stromableitungen einer Photovoltaikanlage sind nach ersten Erkenntnissen Ursache eines Schwelbrandes in einem Werpeloher Industriebetrieb, der am Sonntagmittag entdeckt wurde. Ein Firmenmitarbeiter war über das betriebliche Alarmsystem auf eine Betriebsstörung in der fast 5000 qm großen Werkhalle aufmerksam geworden. Als er die Halle betreten wollte, war sie völlig verqualmt. Die sofort alarmierten Feuerwehren Werpeloh und Sögel trafen nach wenige Minuten mit 45 Feuerwehrleuten und fünf Fahrzeugen am Einsatzort ein und durchsuchten unter schwerem Atemschutz die riesige Halle und ließen die Dachentlüftung öffnen. Durch plötzliches lautes Knallen wurden die Einsatzkräfte auf die Stromleitungen (zusammengeführte Strings) aufmerksam, die von der Photovoltaikanlage auf dem Dach zu den Wechselrichtern in der Halle führten. Vorsichthalber wurde die Halle zunächst geräumt, da nicht klar war, inwieweit der in den teilweise blank liegenden Kabeln weiterfließende Solarstrom aufgrund die Hallenkonstruktion aus Metall unter Spannung gesetzt hatte. Photovoltaikanlage können in der Regel bei Tageslicht nicht ohne weiteres abgeschaltet werden. Nach Rücksprache mit der Herstellerfirma und dem Stromversorger wurden die Steckverbindungen aller Solarmudule gelöst. Da es sich um ein Flachdach handelte, waren die Module schräg aufgeständert worden, so dass die Stecker leicht erreicht werden konnten. Erst als die gesamte Stromzufuhr unterbrochen war, konnten die Feuerwehren nach vier stündigem Einsatz abrücken. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

(Quelle: Feuerwehr Sögel)