Donnerstag, 21.06.2018

Wir suchen Verstärkung für unser Team! Bewerben Sie sich jetzt bei Nord-West-Media als Videojournalist! Quereinsteiger willkommen -> mail@nwm-tv.de / (05431) 92 72 87 00


Riesenböller bei Fußballspiel Osnabrück - Münster gezündet - 28 Verletzte, darunter 5 Schwerverletzte und 15 Polizisten

10.09.2011 | 14:30 Uhr | ID: 1643

Ort: NDS / Osnabrück Osnatel Arena

Großaufgebot von Rettungskräften bei Fussballspiel

Riesenböller bei Fußballspiel Osnabrück - Münster gezündet - 28 Verletzte, darunter 5 Schwerverletzte und 15 Polizisten

Meldung der Polizei vom 10.09.2011:
Im Rahmen des Fußballspiels VfL Osnabrück – Preußen Münster sind 23 Personen verletzt worden. Bereits vor Spielbeginn warfen Osnabrücker Fußballfans Feuerwerkskörper auf Polizeibeamte. 29 Personen wurden von der Polizei daraufhin festgenommen. Gegen sie leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ein. Zu Beginn des Spiels warfen dann Unbekannte aus dem Block der Fans von Preußen Münster einen pyrotechnischen Gegenstand in den Spielertunnel. Durch die daraufhin erfolgte Explosion wurden 23 Personen verletzt. Darunter befanden sich elf Polizeibeamte, von denen wiederum fünf schwer verletzt wurden. Neben einem Knalltrauma  erlitten die Schwerverletzten auch Brandverletzungen. Ein Beamter mit Verletzungen im Bauchbereich und an den Beinen muss stationär im Krankenhaus verbleiben. Nach dem Spiel gab es noch einzelne Scharmützel mit Münsteraner Fans, insbesondere im Bereich der Tannenburgstraße. Die Polizei, die mit mehreren hundert Beamten im Einsatz war, verzeichnete insgesamt 35 Festnahmen. Gegen 18.00 Uhr wurden die mit richterlichem Beschluss im Polizeigewahrsam befindlichen VfL-Fans frei gelassen. Die Ermittlungen zu allen Straftaten dauern an.

Meldung der Polizei vom 11.09.2011:
Ermittlungen nach dem Fußballspiel VfL Osnabrück - Preußen Münster
Durch den unbekannten  pyrotechnischen Gegenstand wurde nach jetzigem Stand insgesamt 28 Personen, darunter 15 Polizisten verletzt. Die fünf schwer verletzten Beamten erlitten neben einem Knalltrauma Schnitt- bzw. Brandverletzungen. Der am schwersten verletzte Beamte musste noch operiert werden und ist am Sonntagmittag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Polizeiinspektion Osnabrück ermittelt wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Meldung der Polizeidirektion Osnabrück vom 11.09.2011:
Polizeipräsidentin Fischer verurteilt Ausschreitungen bei Fußballspiel „Fühle mit unschuldig Betroffenen wie mit Beamten“
Mit Entsetzen hat Polizeipräsidentin Heike Fischer die Ausschreitungen beim Fußballspiel zwischen den Drittligisten VFL Osnabrück und Preußen Münster aufgenommen. „Das einzige, was mich tröstet, ist der breite Konsens auf oberer Ebene beider Vereine, dass Gewalt unsportlich ist und solches Verhalten nichts, aber auch gar nichts mit Fußball zu tun hat. Aus polizeilicher Sicht werden wir selbstverständlich alles tun, um den Gewalttätern auf die Spur zu kommen.“ Einige konnten wir bereits ermittelt werden. Durch die Ausschreitungen im und rund um das Stadion sind insgesamt 25 Menschen verletzt worden, einige sogar schwer. „Das macht mich betroffen“, so Fischer, „ich fühle mit den Verletzten, den unschuldig Betroffenen ebenso wie mit unseren Beamten.“ Unter den schwer Verletzten waren fünf Polizisten. Einer von Ihnen erlitt eine offene Bauchwunde, konnte das Krankenhaus aber inzwischen wieder verlassen.
Schon vor dem Spiel war es zu Ausschreitungen gekommen, als eine gewaltbereite Gruppe Osnabrücker Fans unter Polizeiaufsicht zum Stadion begleitet wurde. Im Verlauf der Aktion wurden mehrfach sehr starke Böller und Begalenfeuer geworden. Mehrere Personen wurden festgenommen. Die schwersten Verletzungen verursachte aber ein Böller, der in den alten Spielertunnel im Stadion geworfen wurde. Dabei erlitten mehrere Polizisten, Stadion-Ordner und private Sicherheitsleute Verletzungen und Exlosionstraumata.
Verantwortliche beider Vereine zeigten sich anschließend schockiert, so, laut Münsterscher Zeitung online, auch SCP-Sportvorstand Carsten Gockel: „Ich hoffe inständig, dass die Verantwortlichen überführt werden…. Solche Leute gehören nicht ins Stadion. Sie nutzen die Bühne Fußball für ihre Eskapaden. (…)Solche Vorfälle verhageln einem komplett die Laune.“ Ähnlich äußerte sich VfL-Trainer Uwe Fuchs gegenüber der Neuen Westfälischen: „Egal aus welcher Stadt solche Menschen kommen, es sind Idioten. Es tut mir leid für die Polizisten“, sagte Fuchs.
„Ich freue mich über die Anteilnahme und hoffe, dass daraus die richtigen Konsequenzen in der Fanarbeit gezogen werden, damit so etwas nicht wieder passiert“, so Fischer. Sie wünsche sich, dass der Fußball wieder die Oberhand gewinnt und die wahren Fans und Sportmanager ein deutliches Signal für sportliche friedliche Wettkämpfe setzten.