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Wohnhausbrand, 2 Personen verletzt

04.01.2011 | 00:00 Uhr | ID: 2488

Ort: NDS / Nordhorn /LK Grafschaft Bentheim

Wohnhausbrand, 2 Personen verletzt

Der Feierabend war für einen Großteil der Kameradinnen und Kameraden am Dienstag schon beendet, bevor er richtig begonnen hatte. Gegen 17 Uhr waren mehrere Notrufe in der Leitstelle des Landkreises Grafschaft Bentheim eingegangen. Allesamt meldeten eine starke Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus in der Blumenstraße. Umgehend alarmierte der Disponent die Feuerwehr Nordhorn mit einem B3-Alarm (Mittelbrand). Dramatisch stellte sich die Lage für den ersteintreffenden Brandmeister vom Dienst (BvD) dar. Auf der Straße erwarteten ihn die Bewohner des Hauses. Zwar konnten alle das Gebäude rechtzeitig verlassen, jedoch trug eine Person schwere Brandverletzungen davon. Sofort ließ der BvD einen Rettungswagen (RTW) zur Einsatzstelle alarmieren. Dieser brachte den Mann in ein Nordhorner Krankenhaus. Ein zufällig am Einsatzort anwesender Feuerwehrmann kümmerte sich um Zeugen und beruhigte die weiteren Bewohner. Der BvD konnte somit weiter die Lage erkunden. Diese stellte sich folgendermaßen dar: Eine an das Wohnhaus angrenzende Garage stand in Vollbrand. Flammen schlugen aus der Eingangstür und drohten auf den Dachbereich überzugreifen. Als das erste Löschgruppenfahrzeug an der Einsatzstelle eintraf, standen mittlerweile schon Teile des Dachstuhls in Flammen. Schnell war klar, dass bei diesem Einsatz zahlreiche Atemschutzgeräteträger benötigt werden. Aus diesem Grund wurde die Alarmstufe auf B4 (Großbrand) erhöht. Dies bedeutet, dass alle Feuerwehrleute der Feuerwehr Nordhorn alarmiert werden. Die Brandbekämpfung gestaltete sich extrem schwierig. Das Betreten der in Vollbrand stehenden Garage war nicht mehr möglich. Zu stark war die Hitzeentwicklung in dem zum Schlaf- und Waschbereich umgebauten Gebäudeteil. Ein Löschangriff konnte nur noch durch die geöffnete Tür erfolgen. Weiterhin machte sich ein zweiter Trupp unter schwerem Atemschutz auf den Weg in das erste Obergeschoss. Bis hierhin hatten sich die Flammen bereits ihren Weg gefressen. Mithilfe der Wärmebildkamera konnten zahlreiche Glutnester lokalisiert und gelöscht werden. In der Zwischenzeit waren weitere Löschfahrzeuge in der Blumensiedlung eingetroffen. Mithilfe der Hubrettungsbühne wurde die Einsatzstelle von oben ausgeleuchtet. Atemschutztrupps begannen damit Teile des Daches abzudecken, um das Feuer aufzuhalten. Diese Maßnahme war nach einiger Zeit von Erfolg gekrönt. Somit konnte der Brandschaden im Dachstuhl auf einen Teilbereich begrenzt werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis ca. 19 Uhr hin. Glutnester, die mit der Wärmebildkamera entdeckt wurden, wurden gezielt abgelöscht. Hierdurch konnte auch der Wasserschaden minimiert werden. Ein Fahrzeug, welches als Brandwache vor Ort blieb, kehrte eine halbe Stunde später ins Feuerwehrhaus zurück. Im Einsatz war die Feuerwehr Nordhorn mit ca. 60 Kameraden und den Fahrzeugen KdoW, LF 20/16-1, HLF 20/16, HRB 32, LF 20/16-2, TLF 24/50, LF 10/6, ELW 2, GW-Meß, MTF 1 und MTF 2. Zudem war der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuz mit einem RTW und zwei Mann Besatzung, sowie die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim mit mehreren Streifenwagen vor Ort.
(Quelle: <LINK http://www.feuerwehr-nordhorn.de>www.feuerwehr-nordhorn.de</LINK> )