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Großübung der Feuerwehr Hitzhausen

19.08.2010 | 18:00 Uhr | ID: 3111

Ort: NDS / Hitzhausen / LK Osnabrück

Großübung der Feuerwehr Hitzhausen

Wenn es auf einem landwirtschaftlichen Anwesen brennt, wird die Feuerwehr wegen der großen Gebäudeausmaße besonders gefordert. Meistens liegen die Höfe auch weit von Hydranten entfernt, so dass die Wasserversorgung nur mit großem Aufwand sichergestellt werden kann. Dieses Szenario war für eine große Übung mit rund 80 Feuerwehrkräften der Gemeinde Ostercappeln und Schledehausen vorbereitet worden. Auf einem Bauernhof in Hitzhausen bei Ostercappeln war der Brand eines großen Stallgebäudes um 18.02 Uhr gemeldet worden. Gemäß Alarmordnung wurden sofort die Ortsfeuerwehren Hitzhausen, Ostercappeln und die Drehleitereinheit aus dem benachbarten Schledehausen alarmiert. Nach wenigen Minuten erreichten die ersten Fahrzeuge in Alarmfahrt die Einsatzstelle. Mit Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug wurde unter schwerem Atemschutz sofort ein Schnellangriff im völlig verqualmten Gebäude durchgeführt. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter war schnell klar, dass sich der Brand rasch ausgebreitet und das gesamte Gebäude erfasst hatte. Umgehend wurden zur Unterstützung die Ortsfeuerwehren Schwagstorf und Venne alarmiert. Um eine massive Brandbekämpfung mit Wasserwerfern und mehreren Strahlrohren zu ermöglichen, musste Wasser aus einem 400 Meter entfernten Löschteich herangeführt werden. Am Teich errichteten die Feuerwehrkräfte eine sogenannte „Wasserentnahmestelle am offenen Gewässe r“. Mit der fahrenden Schlauchverlegung, bei der aus einem Schlauchanhänger die schon zusammengekuppelte Leitung während der Fahrt ausgelegt wird, wurde in wenigen Minuten quer über ein Stoppelfeld die Wasserversorgung aufgebaut. Von der Drehleiter aus wurden die angrenzenden Gebäude vor einem Übergreifen des Brandes geschützt. Plötzlich tönte es aus den Lautsprechern der Funkgeräte „MAYDAY, MAYDAY, MAYDAY“. Sofort war klar, dass ein Atemschutznotfall eingetreten war. Ein Feuerwehrmann unter schwerem Atemschutz war im Inneren des Gebäudes zusammengebrochen - auch das war Bestandteil der Übung. Sofort wurde der voll ausgerüstete, bereitstehende Rettungstrupp in das Gebäude geschickt. Mit einer Crashrettung wurde der Kamerad schnellstens nach draußen getragen. Gemeindebrandmeister Olaf Meyer, der die Übung fachkundig beobachtet hatte, zeigte sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. „Die Wasserversorgung über die lange Strecke wurde in Windeseile aufgebaut, so dass die massive Brandbekämpfung mit Wasserwerfern und mehreren Strahlrohren binnen kurzer Zeit erfolgen konnte. Der bei dem angenommenen Atemschutznotfall verletzte Feuerwehrmann wurde schnell gerettet“, sagte Meyer. Ludwig Becker, Vorsitzender des Feuerwehrausschusses, und Heike Klatka, zuständige Fachdienstleiterin der Gemeinde Ostercappeln, dankten den rund 80 Feuerwehrkräften, die mit 12 Fahrzeugen angerückt waren, für die geleistete Arbeit.