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Landvieh auf sportlicher Entdeckungsreise - Kuh stürzt in Swimmingpool und

26.09.2012 | 03:35 Uhr | ID: 3790

Ort: NDS / Menslage - Andorf / LK Osnabrück

"Kuh"rioser Rettungseinsatz für die Feuerwehr

Landvieh auf sportlicher Entdeckungsreise - Kuh stürzt in Swimmingpool und "weigert" sich diesen wieder zu verlassen. Poolbesitzer:"die schwimmt hier 2-3 Stunden und zahlt nicht mal Eintritt"

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Menslage fahren heute Nacht recht ungläubig zum Einsatzort. Herr Brinkmann meldet eine Kuh sei in seinem Gartenpool und wolle ihn nicht wieder verlassen. Der Mann hatte sich vor kurzem einen Pool für seinen gepflegten Garten gegönnt. Die ebenerdige Wasserlandschaft verschwindet nachts unter einer massiven Abdeckung, die bis zu 150 kg belastet werden kann. Etwa um Mitternacht brachen 3 Kühe von einer nahen Weide aus und begannen die Umgebung zu erkunden.  Eines der Landviecher verirrte sich in den liebevoll gepflegten Garten des Herrn Brinkmann. Ob der Besuch die Belastbarkeit der Abdeckung testen wollte oder ein warmes Bad nehmen ist unklar. Im Ergebnis drehte die Kuh schwimmend, im 1,5 Meter tiefen Wasser, sportlich ihre Runden. Eine Nachbarin hörte schnaufen und Platschen im Garten und schickte ihren Mann zum Nachsehen. Dieser entdeckte das Tier und holte wiederum den Besitzer aus dem Bett. Mit solch schwergewichtigen Badegästen hatte auch er nicht gerechnet und rief sofort die Feuerwehr, mit der Bitte dem Gast beim Aussteigen zu helfen. Etwas humorvoll begründet er seinen Wunsch mit "immerhin badet die Kuh hier schon 3 Stunden und hat garkeinen Eintritt bezahlt!".  Mit Seilen, Manpower und einer provisorisch aus Hölzern zusammengelegten Rampe versuchen die Helfer dem Tier das Aussteigen zu erleichtern. Recht unbeeindruckt zieht die Schwimmerin weiter ihre Bahnen im warm qualmenden Wasser. Mit einem Tritt ist die provisorische Rampe zerbrochen. Mit einer weiteren zusammengezimmerten und vernagelten Rampe gelingt es den Männern dann doch: Rampe ins Wasser, 2 Feuerwehrleute hinterher und mit etwas drücken und ziehen springt das Vieh auf die Aussteighilfe und dann an die Oberfläche. Sofort geht es noch ein paar Runden im Kuhgalopp durch den Garten. Sportlich legt sie noch einen Sprint hin, die Feuerwehrleute hinterher. Statt auf einem Siegerpodest für sportliche Höchstleistungen, endet die Nacht für das Tier an einem Baum. Der Feuerwehr gelingt es sie wieder einzufangen und an einem Baum festzu binden. "Hoffentlich passt der Besitzer jetzt etwas besser auf sie auf" hofft der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr. Normalerweise fallen im ländlichen Bereich die Kühe eher in Güllegruben statt in Pools: "da hat man gleich den Bauern vor Ort der mithelfen kann". Aber vielleicht war die Rettung aus dem sauberen Poolwasser doch etwas angenehmer als aus des Bauers Abwassergraben ... ? Der Gesamtschaden des nächtlichen Ausfluges kann noch nicht definitiv bestimmt werden, mehrere Tausend Euro werden es aber wohl werden.

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Tragisch: Trotz des medienwirksamen und sportlichen Auftreten des Tieres, wird es demnächst ein unausweichliches Ende der Geschichte geben. Nach unseren Informationen wird die Kuh in den nächsten 2 Wochen zur Schlachtbank geführt ..