Montag, 23.07.2018

Wir suchen Verstärkung für unser Team! Bewerben Sie sich jetzt bei Nord-West-Media als Videojournalist! Quereinsteiger willkommen -> mail@nwm-tv.de / (05431) 92 72 87 00


Urteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht anUrteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht an

05.08.2014 | 12:00 Uhr | ID: 5799

Ort: NDS / Osnabrück Landgericht

Urteil wegen Totschlags in Papenburg - 34-jähriger Angeklagter zu 6 Jahren verurteilt - Gericht erkannte Notwehr nicht an

Pressemitteilung des Landgerichts: Urteil wegen Totschlags in Papenburg verkündet
OSNABRÜCK. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Osnabrück hat heute im Strafprozess wegen eines Tötungsdeliktes in Papenburg das Urteil verkündet. Der 34-jährige Angeklagte aus Papenburg wurde wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren verurteilt und muss die Kosten des Verfahrens einschließlich der Kosten der Nebenklage tragen.
Nach durchgeführter Beweisaufnahme mit 6 Verhandlungstagen ist das Schwurgericht davon überzeugt, dass der Angeklagte am Abend des 29. Dezember 2013 mit einem Messer mehrfach auf den Oberkörper des neuen Geliebten seiner Ehefrau einstach und ihm dabei tödliche Verletzungen an Herz und Lunge zufügte. Spätestens bei den letzten Messerstichen habe der Angeklagte sicher vorausgesehen, dass der Geschädigte an den Verletzungen sterben werde.
Eine Notwehrlage, auf die der Verteidiger des Angeklagten im Rahmen seines Plädoyers hingewiesen hatte, lag zur Überzeugung des Schwurgerichtes nicht vor. Im Gegenteil seien lediglich die Handlungen des Geschädigten durch Notwehr gerechtfertigt gewesen. Als der mit einem Messer bewaffnete Angeklagte auf den Geschädigten zugestürmt sei, habe der Geschädigte auf diesen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff mit körperlicher Gegenwehr reagieren dürfen. Dem Angeklagten habe demgegenüber kein Notwehrrecht zugestanden, seinem Kontrahenten im Rahmen des dann folgenden Handgemenges mit dem Messer tödliche Verletzungen beizubringen.
Bei der Strafzumessung würdigte das Schwurgericht zugunsten des Angeklagten, dass der Tatentschluss spontan gefasst worden sei und die Tat im Zusammenhang mit der emotional sehr belastenden Ehesituation des Angeklagten stehe. Erst kurz vor der Tat habe er neue Hoffnung geschöpft, seine Ehe doch noch retten zu können. Diese Hoffnung habe sich jedoch am Tattag wieder zerschlagen und letztlich zur Eskalation der Situation geführt. Bei der gebotenen Gesamtwürdigung aller Tatumstände und der Täterpersönlichkeit sei daher von einem minder schweren Fall des Totschlags auszugehen.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig und kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision angegriffen werden. Dann müsste der Bundesgerichtshof in Karlsruhe das Urteil auf etwaige Rechtsfehler überprüfen.